Saison 2017






Sonntag 28. Mai 2017, 19 Uhr
Wallfahrtskirche Mariä Krönung, Oberried


  • KrisBezuidenhout K1 2017 320x320
Sturm und Drang
Sonaten, Fantasien, Rondos


Kristian Bezuidenhout | Fortepiano

„Der Märchenprinz des Fortepianos“ zu Gast in Oberried
Kristian Bezuidenhout spielt Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Carl Philipp Emanuel Bach

Als Kind wollte er unbedingt alle Werke Mozarts auf Schallplatten besitzen, als Teenager war er hingerissen von Mozarts Klavierkonzerten, wie sie Malcolm Bilson auf einem Fortepiano eingespielt hatte, und jetzt hat er gerade selbst für das Label harmonia mundi USA Mozarts Klaviersonaten und – mit dem Freiburger Barockorchester – auch einige Konzerte eingespielt, natürlich auf Wiener Hammerklavieren der Mozartzeit: der 1979 in Südafrika geborene Kristian Bezuidenhout, der „Märchenprinz des Fortepianos“ (The London Times), heute ohne Zweifel der international profilierteste, der aufregendste und brillanteste Fortepiano-Virtuose seiner Generation. Das Programm, das er für die Oberrieder Reihe „Konzert im Kloster“ zusammengestellt hat, versammelt Musik des 18. Jahrhunderts im Zeichen von „Sturm und Drang“, jener literarischen Strömung der „Werther-Zeit“, zu der sich damals eine ganze Reihe von jungen Dichtern und Literaten, Denkern und Musikern zusammen fanden, darunter Klopstock, Goethe, Schiller, Herder, Lenz, Reichardt und viele andere. Sie waren die „Jungen Wilden“ jener Jahrzehnte zwischen Barock, Aufklärung und Klassik, die eine Literatur propagierten, mit der sich die unmittelbare Sprache von Gefühl und Empfindung gegen alle Ordnungen und gesellschaftlichen Zwänge, gegen alle Normen, Regeln und Konventionen durchsetzen sollte. Sie bildeten die erste literarisch-künstlerische Strömung, die aus Aufbegehren und Rebellion ein ästhetisches Programm formte und den unmittelbaren künstlerischen Ausdruck zum Stilprinzip par excellence erhob. Nun wird bis heute oft und kontrovers die Frage diskutiert: Gibt es denn eine dem literarischen „Sturm und Drang“ vergleichbare Strömung auch in der Musik? Für die „Jungen Wilden“ damals war das freilich keine Frage: für sie spielte die Musik des „Originalgenies“ Carl Philipp Emanuel Bach den Sound des „Sturm und Drang“. Dass seine Musik aber keineswegs die einzige war, die damals dem Zeitgeist und den Moden der neuen Empfindsamkeit Ausdruck verlieh, das wird Kristian Bezuidenhout mit seinem Konzertprogramm „Sturm und Drang“ in der Oberrieder Wallfahrtskirche Mariae Krönung unter Beweis stellen.


 





Freitag 21. Juli 2017, 20 Uhr
Kloster Innenhof, Oberried


  • Spielleyt FisFuez K2 2017 320x320
Freiburger Spielleyt / FisFüz
Oriental touch - Early Music meets Oriental Jazz


Freiburger Spielleyt
Regina Kabis | Sopran
Jutta Haaf | historische Harfe, Portativ
Albrecht Haaf | Flöten, Schalmei, Viola d´arco, Portativ

FisFüz
Annette Maye | Klarinetten
Gürkan Balkan | Ud, Gitarre
Murat Coskun | Perkussion

 





Sonntag 29. Oktober 2017, 19 Uhr
Wallfahrtskirche Mariä Krönung, Oberried


Virtuose Triosonaten des Spätbarock

Karl Kaiser | Traversflöte
Mechthild Karkow | Violine
Heidi Gröger | Viola da gamba
Eva-Maria Pollerus | Cembalo

Rache ist süß - Concerti und Triosonaten des Spätbarock
Dass der Alte Fritz seinen Kammer-Cembalisten Carl Philipp Emanuel Bach eben so wenig leiden konnte wie die empfindsame Musik, die er komponierte und für die er in den bürgerlichen Kreisen Berlins längst gefeiert wurde, das war am preußischen Hof kein Geheimnis; und dass Friedrich der Große seinen Bach über Jahre eher schlecht als recht bezahlte und sein Musicus Eingabe um Eingabe schreiben musste, um endlich eine angemessene Bezahlung zu erhalten, über diese Streitereien sprach ganz Berlin. Nun, Bach hatte es gehasst, den passionierten Flötenspieler stundenlang am Cembalo zu begleiten, den stock-konservativen Musikgeschmack Friedrichs des Großen zu bedienen und buchstäblich nach der Pfeife des Alten Fritz zu tanzen. Deshalb hat er hin und wieder süße Rache genommen. Musikalisch, versteht sich. Und für seine Majestät, den Preußenkönig derart verzwickte und schwierige Flötenstücke komponiert, die den König an die Grenzen seiner spieltechnischen Fähigkeiten trieben. Kleine, aber knifflige Schikanen, an denen sich der Alte Fritz die Zähne ausbeißen und Stunde um Stunde üben konnte.
Für den Traversflötisten Karl Kaiser und sein Ensemble sind das Herausforderungen, aber keine Probleme. Das gilt auch für die virtuosen Concerti von Georg Philipp Telemann, die in der Oberrieder Wallfahrtskirche Mariae Krönung erklingen werden. Überzeugen Sie sich selbst. Der Kulturkreis Oberried freut sich über Ihren Besuch.







Sonntag 19. November 2017, 19 Uhr
Wallfahrtskirche Mariä Krönung, Oberried


Johann Sebastian Bach: Sonate à tre

Isabel Lehmann | Blockflöte
Anne Katharina Schreiber | Violine
Matthias Müller | Violoncello
Michael Behringer | Cembalo